Volksbank Mitte eG stabil auf Zukunftskurs

Aufsichtratsvorsitzender Hartwig Margerhans

Über 200 Vertreter und Gäste folgten der Einladung der Volksbank Mitte eG zur Vertreterversammlung in das Hotel Freizeit In in Göttingen. Aufsichtsratsvorsitzender Hartwig Magerhans eröffnete die Versammlung  und begrüßte die Teilnehmer auch im Namen der Vorstandsmitglieder Holger Willuhn, Rolf Döring und Björn Henkel.

Vorstandsmitglied Björn Henkel präsentierte die wichtigsten Zahlen des Geschäftsjahres 2015 und gab einen Überblick über  volkswirtschaftliche Rahmendaten. Der konjunkturelle Aufschwung in Deutschland setzte sich in 2015 fort. Die Volksbank Mitte eG erwartet auch in der nahen und mittleren Zukunft eine gute wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland. Henkel rechnet mit einem weiteren Anhalten der niedrigen Zinsen in den nächsten Jahren. Für Sparer ist diese Situation nach wie vor kritisch zu betrachten. Konnten in den 90er Jahren  Anleger bei den damaligen Zinsen ihr Kapital in 12 Jahren verdoppeln, werden heute 120 Jahre dafür benötigt. Für Investoren, Häuslebauer und Staatshaushalte ist diese Entwicklung äußerst positiv, denn die Kosten für Kredite sind gering. „Für regionale Banken wie unsere Volksbank ist diese Zinsentwicklung eine große Herausforderung. Die niedrigen Zinsen beeinflussen künftig sehr stark - und leider auch negativ - unsere Erträge“, erläuterte das Vorstandsmitglied. Vor diesem Hintergrund ist der Vorstand mit dem Jahresergebnis 2015 zufrieden.

Henkel freute sich über eine gestiegene Bilanzsumme zum Ende 2015 von 881 Mio. Euro (Vorjahr: 855 Mio. Euro) sowie über 903 neue Mitglieder, insgesamt sind es zum Jahresende 27.313 Mitglieder.

Die Volksbank Mitte eG verwaltet aktuell 1,2 Mrd. Euro an Geldanlagen für ihre Mitglieder und Kunden, die bei der Bank oder auch bei der Union Investment, der Bausparkasse Schwäbisch Hall und der R+V Lebensversicherung unterhalten werden. In den letzten 3 Jahren ist diese Summe um 120 Mio. Euro gewachsen. „Es ist für uns eine große Verantwortung diese Gelder in Zeiten von Finanzkrisen zu verwalten, aber auch ein Zeichen von hohem Vertrauen, welches wir bei unseren Mitgliedern und Kunden genießen“, so Henkel.

Die Entwicklung des Kreditgeschäftes in 2015 bezeichnet Henkel als nicht ganz zufriedenstellend. Das Kreditvolumen bewegt sich mit 402 Mio. Euro nur auf Vorjahresniveau. In 2016 zeichnet sich eine kräftige Bestandsausweitung ab. So konnte zum 30.04.2016 schon ein Wachstum von ca. 11 Mio. Euro im Kreditgeschäft erzielt werden. Treiber für diese Entwicklung waren insbesondere Kredite an die mittelständische Wirtschaft im Geschäftsgebiet der Volksbank Mitte eG.

Der Zinsüberschuss reduzierte sich in 2015 um 0,8 Mio. Euro auf 20,7 Mio. Euro. „Wir prognostizieren bei dem aktuellen Zinsniveau einen weiteren Rückgang dieser wichtigen Ertragsquelle“, berichtete das Vorstandsmitglied der Versammlung.

„Die Verwaltungskosten müssen wir in Zukunft deutlich senken. Wir sind optimistisch, dieses selbstgesteckte Ziel auch erreichen zu können. Die Umstrukturierung des Filialnetzes wird hierzu maßgeblich beitragen“, sagte Henkel.

Der Jahresüberschuss  betrug zum 31.12.2015 rund 2,2 Mio. Euro (Vorjahr: 3,0 Mio. Euro).  

In seinem Vortrag charakterisierte Henkel die Volksbank als eigenkapitalstark. So verfügt die Volksbank Mitte eG inzwischen über ein Eigenkapital in Höhe von 82,2 Mio. Euro. „Unsere Volksbank befindet sich damit in einer guten wirtschaftlichen Position. Das Kapital stärkt uns den Rücken und wir sind nicht gezwungen, schnelle Entscheidungen zu treffen, sondern können in aller Besonnenheit weiter an dem Zukunftskonzept für eine erfolgreiche Volksbank Mitte eG bauen“, stellte Vorstandsmitglied Björn Henkel fest.

Vorstandsmitglied Björn Henkel

Stolz berichtete Björn Henkel: „Unsere neue Telefonfiliale ist bei unseren Mitgliedern und Kunden sehr gut angekommen. Mit einer deutlich verlängerten Servicezeit von werktäglich 8.00 Uhr bis 18.00 Uhr bietet die neue Filiale das Leistungsspektrum einer stationären Filiale. Es gibt nur kein Bargeld.“ Aber auch hierfür sei gesorgt, informierte das Vorstandsmitglied.  Neue Standorte für Geldautomaten werden in Klein Lengden beim REWE Markt und in Northeim-Sudheim an der B3, Unteres Tor 21, bis Mitte August installiert sein.

In seinem Fazit sagte Henkel: „Wir sind eine sich selbsttragende, sich selbst organisierende, eine eigenverantwortliche Genossenschaft, die sich in ihrer fast 90-jährigen Unternehmensgeschichte immer wieder neuen Herausforderungen stellen musste. Meine Vorstandskollegen und ich sind uns sicher, dass wir uns auf einem guten Weg befinden, der die Nähe zu unseren Mitgliedern und Kunden stärkt und uns auf allen Ebenen des Bankgeschäftes noch leistungsfähiger macht.“

Im Laufe der Versammlung berichtete der Aufsichtsrat über seine Tätigkeit im vergangenen Jahr. Er empfahl der Versammlung, dem Vorschlag des Vorstandes für die Gewinnverwendung zu folgen. So beschloss die Versammlung einstimmig die Zahlung einer Dividende an die Mitglieder der Volksbank in Höhe von 5,5%.

Die Aufsichtsratsmitglieder Dietmar Bollensen (Rosdorf), Hubert Eberle (Breitenworbis), Helmut Kehrel (Duderstadt), Kai Klöppner (Nesselröden), Eckhart Lintzel (Worbis), Ekkehard Loest (Duderstadt) und Armin Sander (Hillerse) schieden turnusgemäß aus dem Aufsichtsrat aus. Alle Aufsichtsratsmitglieder wurden von den Vertretern einstimmig wieder gewählt.