Vertreterversammlung der Volksbank Mitte eG am 17. Juli 2014

Ein gutes Ergebnis und Abschaffen des "Überziehungszinses" bei privaten Girokonten zum 01.07.2014

„Mit diesem Schritt sehen wir uns im Sinne unseres Leitbildes als Themenführer in der Region Südniedersachsen und im Eichsfeld: Wir schaffen die Überziehungszinsen für Privatkunden rückwirkend zum 1. Juli 2014 ab.“ Mit diesen Worten überraschte Vorstandsmitglied Rolf Döring die Vertreter der Volksbank Mitte eG auf der diesjährigen Vertreterversammlung der Bank in der Stadthalle in Northeim.

Aufsichtsratsvorsitzender Otto Großkopf begrüßte die rund 250 Vertreterinnen und Vertreter, die an der Versammlung des höchsten Organs der Genossenschaftsbank teilnahmen.

Vorstandsmitglied Döring erläuterte die Zinsentscheidung zuerst den Vertretern: „Sie sind die Ersten, die davon erfahren. Ab sofort sind bei den privaten Girokonten der Volksbank Mitte eG die Sollzinsen und die Überziehungszinsen gleich.“ Damit gehe die Bank auf die Rückmeldungen ihrer Mitglieder und Kunden ein und über die Forderungen von Verbraucherschützern nach einer umfassenden Beratung hinaus. „Diese Beratungen gehören für uns zu den grundsätzlichen Aufgaben, die ein Berater zu leisten hat – nämlich Kunden auf die Alternativen zum Dispositionskredit hinzuweisen.“

Vorstandsbericht

Rolf Döring, der in diesem Jahr auch im Namen seiner beiden Vorstandskollegen den Bericht des Vorstandes für das Geschäftsjahr 2013 abgab, betonte schon zu Beginn, das gute Ergebnis.
Es ist das Resultat der engagierten Arbeit aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und wurde durch das hohe Vertrauen der Mitglieder und Kunden in die Volksbank Mitte eG ermöglicht.

Das Wirtschaftswachstum in Deutschland war 2013 verhalten. Im Euroraum schrumpfte die wirtschaftliche Leistung. Die Zinsen für Banken und Kunden bewegen sich aktuell auf einem historischen Tief. Und, so zitierte Döring den EZB-Präsidenten Draghi, niedrige Zinsen werden wahrscheinlich bis Ende 2016 das vorherrschende Bild sein.

In diesem schwierigen Umfeld hat sich die Volksbank Mitte eG erfolgreich im vergangenen Jahr behauptet, berichtete das Vorstandsmitglied stolz.

 

Bilanzzahlen

Die Volksbank Mitte eG gehört inzwischen 26.691 Mitgliedern. Im vergangenen Jahr sind 1.183 Mitglieder neu hinzugekommen.

Die Kundeneinlagen wiesen ein erfreuliches Plus von 16,4 Mio. EUR auf. Hinzu kommt das gleiche Wachstum noch einmal in weiteren Geldanlagen wie Wertpapieren oder Fonds, so dass die Mitglieder und Kunden der Volksbank insgesamt 1,1 Milliarden Euro anvertraut haben. Trotz der niedrigen Zinsen und des verstärkten privaten Konsums ist in der Region immer noch eine hohe Bereitschaft zum Sparen festzustellen.

Das Kreditneugeschäft glich die hohen Tilgungen von 70 Mio. Euro nicht ganz aus. So ging der Bestand an Kundenkrediten leicht auf 394 Mio. Euro zurück. Die Bilanzsumme der Volksbank Mitte eG beläuft sich auf insgesamt 832,5 Mio. EUR. Die hohe Eigenkapitalausstattung ist mit 76 Mio. Euro ein wichtiger Garant für die Stabilität der Bank. „Eine weitere Folge dieser guten Eigenkapitalsituation ist“, so ergänzte Vorstandssprecher Holger Willuhn bei der späteren Genehmigung der Höchstkreditgrenze für Einzelkredite, „dass wir bereits heute die hohen Anforderung der so genannten Basel-III-Kriterien für die Vergabe von Krediten erfüllen. Wir sind gut gerüstet für die Zukunft.“ Die Kriterien nach diesem internationalen Abkommen werden erst im Jahr 2019 in der strengsten Ausprägung bindend.

Gewinn- und Verlustrechnung

Die Personalkosten sind mit 12,3 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr leicht gesunken. Die Sachkosten blieben mit 6,2 Mio. Euro konstant auf dem niedrigen Niveau des Vorjahres. „Das war durch die konsequente Überprüfung vieler einzelner Positionen möglich“, kommentierte Döring.

Mit 7,2 Mio. EUR konnte wieder ein guter Provisionsüberschuss erwirtschaftet werden. Der Zinsüberschuss belief sich auf 21,2 Mio. EUR. Das Ergebnis vor Steuern betrug 8,0 Mio. EUR.

Aktivitäten

Mit vielfältigen Aktivitäten zeigt die Volksbank Mitte eG die Nähe zu den Menschen in der Region. „Unser soziales Engagement ist ein wichtiger Teil unserer Arbeit zur Förderung und Entwicklung der Orte in unserem Geschäftsgebiet und des gesellschaftlichen Umfeldes“, bekräftigte Döring. Im vergangenen Jahr vergab die Volksbank insgesamt 80.000 EUR an Spendengeldern.

Genossenschaftliche Beratung

Mit den Leistungen und Beratungen sind wir ganz nah an unseren Mitgliedern und Kunden. „Unser Ziel als Genossenschaftsbank ist eine nachhaltige, langfristig ausgerichtete Kundenbeziehung. Der Kunde und seine Ziele und Wünsche sowie seine individuelle Lebenssituation bilden den Mittelpunkt im Beratungsgespräch. Das ist schon immer das Grundprinzip unserer genossenschaftlichen Beratung gewesen.

Eine neue Kultur in der Beratung, die Wettbewerber aktuell mit viel Aufwand propagieren, brauchen wir nicht,“ so Döring. Diese Aussagen unterstrich auch das neue Vorstandsmitglied Björn Henkel. Nach seiner Berufung zum Vorstand zum 1. Juli 2014 hat der 40jährige Hilkeröder sich erstmals in der neuen Position der Vertreterversammlung präsentiert. Henkel übernimmt im Vorstand die Verantwortung für den Firmenkundenbereich, das Vermögensmanagement sowie für die Filialen und Beratung.

Döring schloss seinen Bericht mit einem herzlichen Dank an alle, die zu dem guten Ergebnis in 2013 beigetragen haben.

Sieben Prozent Dividendenzahlung

Der Vorschlag des Vorstandes und Aufsichtsrates allen Mitgliedern eine 7-prozentige Dividende zu zahlen, wurde von der Vertreterversammlung einstimmig angenommen. Damit profitieren die Mitglieder vom guten Ergebnis des Geschäftsjahres 2013.

Wahlen in den Aufsichtsrat

Auf der Tagesordnung standen außerdem Wahlen in den Aufsichtsrat. Die Amtszeit von insgesamt 15 Aufsichtsratsmitglieder war mit Ende dieser Vertreterversammlung abgelaufen:

Während Frau Gudrun Große, Ewald Fahlbusch, Friedrich Henniges und Hermann Herzberg altersbedingt aus dem Kontrollgremium ausschieden, verzichteten Ralf Bartens, Heinrich Dietrich, Otto Küllmer und Dietmar Müller aufgrund der in der Fusion mit der Raiffeisenbank eG, Rosdorf, getroffenen Vereinbarungen auf eine erneute Kandidatur. Dr. Friederich Michels stand aus persönlichen Gründen nicht für eine erneute Kandidatur zur Verfügung.

Aufsichtsratsvorsitzender Otto Großkopf bedankte sich bei der scheidenden Aufsichtsratskollegin und den –kollegen für die langjährig gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit und ehrte jeden in einer persönlichen Würdigung für das hohe Engagement.

Die Aufsichtsratsmitglieder Dietmar Bollensen (Rosdorf), Manfred Curdt (Landolfshausen), Willi Fricke (Lenglern), Heinrich Kulle (Rittmarshausen), Hartwig Magerhans (Geismar) und Dirk Uhlendorff (Lemshausen) wurden für eine weitere Periode wieder gewählt.

Clemens Ellies (Northeim), Dr. Matthias Diederich (Bilshausen), Andre Overkamp (Obernfeld), Frau Sabine Hausmann (Hundeshagen) und Tobias Helbing (Leinefelde) ergänzen mit ihren neuen Mandaten das Gremium.

Die wichtigsten Zahlen im Überblick

  2013 2012
Mitglieder 26.691 26.164
Kredite (in Mio.€) 393,8 400,9
Kundeneinlagen (in Mio. €) 694,4 678,0
Bilanzsumme (in Mio. €) 832,5 812,8
Eigenkapital (in Mio. €) 76,0 71,8
Zinsüberschuss (in Mio. €) 21,2 20,5
Provisionsüberschus (in Mio.) 7,2 7,1
Personalkosten (in Mio. €) 12,3 12,5
Sachkosten (in Mio. €) 6,2 6,3
Ergebnis vor Steuern (in Mio. €) 8,0 7,3