Bausparen mit Wohn-Riester

Eigenheim als Altersvorsorge

Mit Wohn-Riester im Alter mietfrei wohnen und bereits vor Renteneintritt von der Altersvorsorge profitieren: Finanzieren Sie den Bau oder Kauf Ihres selbst genutzten Eigenheims durch Bausparen mit der Fuchs WohnRente, dem Riester-Bausparvertrag von Schwäbisch Hall. Sie profitieren von der staatlichen Förderung für private Altersvorsorge und kommen so schneller und kostengünstiger in die eigenen vier Wände.

Häufige Fragen

Wer kann die Riester-Zulage erhalten?

Grundsätzlich gibt es bei der Riester-Förderung keine Einkommensgrenzen. Dennoch müssen Sie zum förderberechtigen Personenkreis gehören, um die Förderung in Anspruch nehmen zu können. Dazu gehören alle in der gesetzlichen Rentenversicherung Pflichtversicherten, Beamte und sonstige Besoldungsempfänger, die in Deutschland unbeschränkt steuerpflichtig sind. Dies gilt auch für in Deutschland lebende Ausländer. Darüber hinaus haben folgende Personen Anspruch auf Riester-Zulage:

  • Geringfügig entlohnte Beschäftigte für Beschäftigungsverhältnisse, die seit dem 1. Januar 2013 geschlossen wurden (Entgelt bis 450 Euro monatlich) oder bei Ausweitung des Minijobs seit 1. Januar 2013 über 400 Euro,
  • Bezieher von Arbeitslosengeld,
  • Eltern während der dreijährigen gesetzlichen Erziehungszeit,
  • pflichtversicherte Landwirte, nach dem Gesetz über die Alterssicherung der Landwirte,
  • nicht erwerbsmäßig tätige Pflegepersonen, die der Versicherungspflicht in der gesetzlichen Rentenversicherung unterliegen und
  • pflichtversicherte Selbstständige.

Bei Verheirateten genügt es, wenn ein Partner die Voraussetzungen erfüllt. Der andere Partner erhält für seinen eigenen Riester-Vertrag Zulagen, wenn er selbst Beiträge (mind. 60 Euro jährlich) einzahlt und der Vertrag des Ehepartners "aktiv" bespart wird. Auch Steuerpflichtige, die eine Rente wegen voller Erwerbsminderung oder Dienstunfähigkeit beziehen, zählen seit 2008 zum begünstigten Personenkreis. Voraussetzung ist, dass sie vor diesem Rentenbezug auch schon zum begünstigten Personenkreis gehört und das 67. Lebensjahr nicht vollendet haben.

Wie beantrage ich die Riester-Zulage?

Um die staatliche Förderung zu erhalten, müssen Sie zum Ablauf von 2 Jahren nach dem Beitragsjahr einen "Antrag auf Altersvorsorgezulage" stellen. Für die Kinderzulage verwenden Sie den "Antrag auf Kinderzulage". Mit der Unterzeichnung eines Dauerzulagenantrages beantragt die Bausparkasse Schwäbisch Hall automatisch jedes Jahr die Riester-Förderung bei der "Zentralen Zulagenstelle für Altersvermögen" (ZfA) für Sie. Damit Sie keine wertvollen Zulagen verschenken, überprüfen Sie Ihre Sparrate jährlich und passen Sie Ihre Beitragszahlungen bei Änderungen Ihres Einkommens- oder Familienverhältnisse an. Gehaltserhöhungen, Sonderzahlungen, Heirat oder auch die Geburt eines Kindes können die Berechtigung auf die volle Riester-Zulage oder den erforderlichen Mindesteigenbeitrag verändern.

Kann ich beim Wohn-Riester Steuervorteile nutzen?

Sie können die Aufwendungen für die Riester-Vorsorge (Spar- und Tilgungsbeiträge) im Rahmen Ihrer Einkommensteuererklärung als zusätzliche Sonderausgaben geltend machen (bis zu 2.100 Euro inkl. Zulagen, bei Ehepaaren mit einem unmittelbar und einem mittelbar Förderberechtigten bis zu 2.160 Euro). Das Finanzamt prüft im Rahmen der Einkommensteuer-Veranlagung - die so genannte Günstigerprüfung - ob der steuerliche Vorteil oder die Zulage die günstigere Variante ist. Ist die Steuerersparnis höher als die Zulage, wird der Differenzbetrag zusätzlich zu der Zulage im Rahmen einer Steuererstattung geleistet.

Muss ich bei Wohn-Riester Steuern zahlen?

Grundsätzlich werden Riester-Rentenverträge besteuert. Wohn-Riester-Verträge unterliegen dabei der nachgelagerten Besteuerung, d. h. die Besteuerung beginnt erst in der Auszahlungsphase (in der Regel zu Rentenbeginn). Auf einem so genannten Wohnförderkonto werden die geförderten Spar- und Tilgungsbeiträge, die geförderten Guthabenzinsen und die gewährten Riester-Zulagen gesammelt und jährlich mit einem Sollzinssatz von 2 Prozent verzinst. Die aufgelaufene Summe muss dann ab dem vereinbarten Rentenbeginn zum persönlichen Steuersatz einmalig oder jährlich nachgelagert versteuert werden.


Den Gegenwert des Kontos müssen Sie zu Beginn der Auszahlphase bis zum 85. Lebensjahr gleichmäßig zu Ihrem persönlichen Steuersatz versteuern. Alternativ können Sie den gesamten Betrag gleich zu Rentenbeginn versteuern. In dem Fall werden nur 70 Prozent des Saldos als Besteuerungsgrundlage angesetzt, als Ausgleich für die vorzeitige Steuerzahlung. Der Vorteil der nachgelagerten Besteuerung ist, dass der Steuersatz im Rentenalter in der Regel niedriger ist als während der aktiven Erwerbsphase. Ab dem 1. Januar 2014 können Sie sich auch noch während der Auszahlungsphase jederzeit für die Einmalbesteuerung entscheiden. Der verbleibende Saldo des Wohnförderkontos wird dann als Einmalbetrag mit 30 Prozent Abschlag versteuert.1)

  1. Am 1. Juli 2013 ist das Altersvorsorge-Verbesserungsgesetz in Kraft getreten. Die entsprechenden Regelungen gelten ab dem 1. Januar 2014.
Was passiert mit der Riester-Förderung, wenn ich meine Immobilie verkaufe?

Die Riester-Förderung (gewährte Riester-Zulagen und Steuervorteile) geht Ihnen nicht verloren, wenn Sie innerhalb von vier Jahren mindestens das im Verkaufserlös enthaltene geförderte Kapital in ein neues, selbst genutztes Objekt investieren oder der geförderte Kapitalanteil am Verkaufspreis innerhalb eines Jahres in einen anderen Riester-Vertrag eingezahlt wird.
Mit dem Altersvorsorge-Verbesserungsgesetz vom 1. Juli 2013 werden ab dem 1. Januar 2014 weitere Fristen gelten. Das heißt die Riester-Förderung (gewährte Riester-Zulagen und Steuervorteile) geht Ihnen nicht verloren, wenn Sie den Betrag innerhalb von zwei Jahren vor und von fünf Jahren nach Ablauf des Jahres, in dem das Wohneigentum letztmals selbst genutzt wurde, auf eine andere förderfähige Immobilie übertragen. Alternativ können Sie wie bisher auch den Betrag des Wohnförderkontos innerhalb eines Jahres in einen anderen Riester-Vertrag zahlen.